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Hydrantenschlüssel

Zum Öffnen und Schließen der Hydranten wird ein Hydrantenschlüssel verwendet. Mit diesem kann der Hydrant und die Abgänge geöffnet werden. Zusätzlich verwenden wir noch einen Ratschenschlüssel. 

Kupplungsschlüssel

Um die Schlauchleitungen sicher zu Kuppeln verwendet man Kupplungsschlüssel. Diese gibt es in drei Größen. Der Kleinste wird dabei zum Kuppeln der HD-Kupplungen verwendet. Der nächst größere ist der ABC-Kupplungsschlüssel. Dieser wird für die Kuplungen der Größe A, B und C verwendet. Als Sonderform verwenden wir bei den Tanklöschfahrzeugen noch einen Kupplungsschlüssel A-125, da bei diesen Feuerlöschpumpen eine größere A-Kupplung montiert ist. 

Verteiler

In der Angriffsleitung, bei der Speisung der Drehleiter sowie bei der Wasserförderung wird ein Verteiler eingebaut. Dieser hat als Eingang einen B-Abgang, als Abgänge mitttig einen B-Abgang und links und rechts je einen C-Abgang. Dabei wird beim Löschangriff das erste Rohr vom linken C-Abgang vorgenommen, das zweite dann vom rechten, das dritte vom mittleren. Sonderrohre werden immer vom mittleren Abgang vorgenommen. Die gebräuchliche Form bei uns ist die Ausführung mit Niederschraubventilen. Bei diesem kann vermieden werden das es zu Druckschlägen kommt, da der Abgang nur langsam geschlossen werden kann.

Druckbegrenzungsventil

Um zu hohe Drücke sowie Druckschläge zu vermeiden werden Druckbegrenzungsventile verwendet. Dabei kann ein Druck manuell eingestellt werden, übersteigt der Druck in der Leitung den eingestellten Wert öffnet das Ventil und läßt den Druck ins Freie ab. Sobald der eingestellte Druck wieder unterschritten wird schließt dieser Abgang automatisch wieder.

Sammelstück

Um zwei Schlauchleitungen zu einer zu Bündeln wird ein Sammelstück verwendet. Weiters kann das Sammelstück verwendet werden, wenn eine Löschleitung aus zwei verschiedenen Quellen gespeist werden soll. Dies ist beispielsweise der Fall bei einem Waldbrand, bei der die Löschwasserförderung im Pendelbetrieb durchgeführt wird. Um dabei einen kontinuierlichen Wasserfluss zu erreichen wird entweder am einen oder am anderen Eingang eingespeist. Ein weiters Anwendungsgebiet ist beim Betrieb der TLF. Wird bei diesen Fahrzeugen die Zubringerleitung nicht am Wassertank angeschlossen sondern direkt über die Pumpe eingespeist, wird prinzipiell auch das Sammelstück verwendet. 

Übergangsstücke

Um verschiedene Kupplungsgrößen kuppeln zu können gibt es verschiedene Übergangsstücke. Die gebräuchlichsten dabei sind A-B und B-C.

Strahlrohre

Mehrzweckstrahlrohr:

Das Mehrzweckstrahlrohr gibt es in zwei Größen. Das C-Strahlrohr hat einen Durchfluss von 100 l/min, das B-Strahlrohr einen Durchfluss von 400 l/min. Bei beiden kann durch Abschrauben des Mundstückes die Lieferleistung verdoppelt werden. Das Strahlohr hat dabei zwei Strahlformen, Vollstrahl und Sprühstrahl.

Hohlstahlrohr:

Da die Mehrzweckstrahlrohre nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen werden vermehrt Hohlstrahlrohre eingesetzt. Bei diesen kann die Lieferleistung in mehreren Stufen verstellt werden. Weiters kann die Strahlform durch drehen der Düse von Vollstrahl auf Sprühstrahl verstellt werden. Letzte Strahlform ist dabei Sprühstrahl mit Mannschutz. In Kombination mit einem Schaumaufsatz kann das Hohlstrahlrohr auch als Schaumrohr verwendet werden. Die Hohlstrahlrohre werden sowohl im Niederdruck als auch im Hochdruckbereich eingesetzt.

Im RLF-T verwenden wir Hohlstrahlrohre, bei denen die Düsen gewechselt werden können.

 

Schaum

Zumischer:

Für die Erzeugung von Schaummittelgemisch benötigt es einen Zumischer. In den Tanklöschfahrzeugen ist dazu ein Pumpenvormischer eingebaut. Ein Nachteil dabei ist aber das dann die komplette Pumpe mit Schaummittel geflutet wird. Haupteinsatzgebiet für den Pumpenvormischer ist somit das Ausbringen von Schaum mittels Wasserwerfer. Um kleinere Mengen zu erzeugen werden Zumischer Z2 und Z4 verwendet. Diese haben einen Durchfluss von 200 l/min oder 400 l/min. Diese arbeiten nach dem Venturi Prinzip. Dies bedeutet das dieser Zumischer sehr viel Druck vernichtet und sehr gegendruckemppfindlich ist. In den neuen Fahrzeugen werden darum jezt Druckzumischanlagen eingebaut, bei denen die Zumischrate sehr genau eingestellt werden kann. Im RLF-T ist eine CAFS Anlage eingebaut. Dies bedeutet das zusätzlich dem Schaumgemich noch Druckluft beigefügt wird. Dies ergibt eine bessere Löschleistung und eine beträchtlich höhere Wurfweite.

Schaummittel:

Die Feuerwehr Dornbirn verwendet verschiedenste Schaummittel. Diese sind entweder in den Schaumtanks der Fahrzeuge oder in 20l Kanistern gelagert.
Das bis jetzt am meisten verwendete Schaummittel war Mehrbereichsschaummittel. Dies wird normalerweise mit 3% zugemischt.
Nach und nach verwenden wir jetzt aber andere Schaummittel.
Zur Bekämpfung von Feststoffbränden wird Schaummittel der Klasse A benutzt. Dies wird mit 0,3% zugemischt und ergibt ein Netzmittel. Dabei wird dem Wasser die Oberflächenspannung genommen und das Löschmittel kann so besser in das Brandgut eindringen.
Für die Bekämpfung von Flüssigkeitsbränden verwenden wir jetzt AFFF Schaummittel. Dieses bildet eine Film auf der Flüssigkeit und verhindert somit das die brennbare Flüssigkeit weiter mit Sauerstoff versorgt wird. Im ULF ist das Schaummittel zusätzlich noch beständig gegen Alkohol. Zumischrate je nach Schaummittel 1 oder 3%.

Schaumrohr:

Für die Ausbringung des Schaummittelgemisches werden Schaumrohre verwendet. Bis auf die CAFS Anlage wird die Luft für die Verschäumung des Schaumgemisches am Schaumrohr hinzugeführt. Je nach Verwendungszweck unterscheidet man Schwerschaum und Mittelschaum. Dabei hat das Schwerschaumrohr eine Verschäumungszahl von 15, das Mittelschaumrohr von 75. Das bedeutet beim Einsatz eines Mittelschaumrohres M4-75 ergibt dies ein Schaumvolumen von 30 m3/min.

Schläuche

Saugschlauch:

Um im Einsatzfall mittels Tragkraftspritze oder Feuerlöschpumpe aus offenen Gewässern Wasser zu Saugen werden Saugschläuche verwendet. Diese sind formbeständig und ziehen sich beim Ansaugen somit nicht zusammen. Die Saugschläuche der Größe A sind 1,6m lang. Ergänzend wird dazu dann noch ein Saugkopf mit Schutzsieb benötigt.

Druckschlauch:

Für die Förderung des Löschwassers werden Druckschläuche verwendet. Diese sind nicht formbeständig und können somit im Fahrzeug gerollt verstaut werden. Dabei gibt es sie in mehreren Größen. Auf den Schlauchhaspeln der Tanklöschfahrzeuge sind formstabile Druckschläuche mit 60 bis 80m Länge montiert. Für den Innenangriff sind in den Fahrzeugen Schlauchtragekörbe mit je 3 Druckschläuchen C42 vorhanden. Ergänzt wird der Schlauchtragekorb noch mit einem Schlauchpaket, bestehend aus einem Druckschlauch C42, Hohlstrahlrohr ohne Handgriff und einem Schnellschlusshahn. 

Bezeichung

Durchmesser

Länge

Verwendung

D

25mm

5m

Schnellangriffstasche, Waldbrandbekämpfung, Kübelspritze

HD

38mm

15m

verlängern der HD-Haspel, Löschangriff mit HD

C42

42mm

15m, (20m)

bevorzugter Schlauch für Innenangriff

C52

52mm

15m, (20m)

Brandbekämpfung, Wasserförderung

B

75mm

20m, 35m

Löschwasserförderung, 35m für Drehleiter

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