Gründung

Die Initiative zur Gründung einer freiwilligen Feuerwehr ging vom Turnverein Dornbirn aus. Am 4. März 1865 fand die erste Sitzung eines Feuerwehr-Komitees statt, dem der spätere langjährige Bürgermeister Dr. Johann Georg Waibel, Arnold Rüf, Otto Fußenegger, Ferdinand Ehrhart und August Rhomberg "Färbers" angehörten.

Eine Eingabe dieses Komitees an den Gemeinde-Ausschuss wegen Gründung einer freiwilligen Feuerwehr behandelte letzterer in seinen Sitzungen am 9. und 27. Jänner 1866 und es wurde beschlossen, eine Metz´sche Feuerspritze für 1.343 Gulden anzuschaffen und eine Feuerlöschordnung auszuarbeiten. Die Vereinsgründung vollzog sich noch im gleichen Jahre. Aus den Reihen der Turnerschaft und aus der Bürgerschaft wurde je ein Steiger und Spritzenkorps gestellt.

Die Ausarbeitung einer Löschordnung erfolgte in Form eines Grundgesetzes, das das Datum "Dornbirn, den 13. Dezember 1868" trägt und von der k.k. Statthalterei für Tirol und Vorarlberg in Innsbruck am 31. Dezember 1868 genehmigt wurde. Als Anhang erhielt dieses Grundgesetz eine Dienstordnung, die uns die Organisation des damaligen Löschdienstes und die Pflichten der Bürger und Gemeinde überliefert.

Am 21. Oktober 1866 fand auf dem Kirchplatz unter freudiger Anteilnahme der Bevölkerung die Vorführung der neuen Metz'schen Karren-Spritze statt. Die Brandchronik weiß nun über manche Ausrückung der neugegründeten Feuerwehr zu berichten. Sie beschränkte ihre Tätigkeit etwa keineswegs nur auf Dornbirner Gebiet, sondern rückte erstmals am 30. September 1867, 35 Mann stark, zu einem Papierfabriksbrand in Hörbranz aus.

Auszug aus der Festschrift "80 Jahre Freiwillige Feuerwehr der Stadt Dornbirn"