Stützpunktaufgaben

Die Feuerwehr Dornbirn hat einige Stützpunktaufgaben in Sonderbereichen übernommen. Sie ist dafür besonders ausgerüstet und verfügt über eine speziell ausgebildete Mannschaft. Diese Einsatzkräfte kommen auf Anforderung anderer Feuerwehren überörtlich zum Einsatz.

Gefahrgut
Die Mannschaft des Gefahrgut-Stützpunkts besteht aus über 30 Mitgliedern der Feuerwehren aus Dornbirn, Hohenems, Schwarzach und Lustenau. Die primäre Zuständigkeit umfasst die Bezirke Dornbirn und Bregenz, bei Großereignissen erfolgt eine Zusammenarbeit aller Stützpunkte im Land. Das Gefahrgutkonzept des Landes ordnet die Basis-Einsatzmaßnahmen immer der örtlichen zuständigen Feuerwehr zu, die dann von der zuständigen Stützpunktfeuerwehr unterstützt wird. Die theoretisch und praktische Ausbildung der Ortsfeuerwehren in den Gefahrgut-Basismaßnahmen und das Üben der Zusammenarbeit ist deshalb eine wichtige Aufgabe der Stützpunktwehren.

Im Einsatz werden in Dornbirn immer ein Löschzug und der Gefahrgut-Zug mit den spezialisierten Einsatzkräften alarmiert. Diese rücken mit folgenden Fahrzeugen aus: Kommandofunkfahrzeug KDOF - mit der Gefahrgutdatenbank und umfangreicher Literatur zur Einsatzleitung, Gefährliche-Stoffe-Fahrzeug GSF - mit der Gefahrgutausrüstung, Wechselladefahrzeug WLF und Abrollbehälter Atemschutz - mit der Atem- und Körperschutzausrüstung, Universallöschfahrzeug ULF - zur Sicherstellung des Brandschutzes und Versorgungsfahrzeug VF - für Transportaufgaben.

Strahlenschutz
Die drei Stützpunkte Betriebsfeuerwehr Getzner in Bludenz sowie die Feuerwehren Feldkirch-Tisis und Dornbirn übernehmen in enger Zusammenarbeit die Strahlenschutzaufgaben der Feuerwehr in Vorarlberg. Für das allgemeine Aufspüren, Absperren und Sichern von Strahlenquellen sind alle drei Stützpunkte gleich ausgestattet. Die Sonderaufgaben wurden aufgeteilt und die Ausrüstung entsprechend stationiert. Wir haben die Personen- und Gerätedekontamination als Schwerpunkt übernommen, da wir hier bei der Ausrüstung und Ausbildung Synergieeffekte mit dem Gefahrgut-Bereich nützen können. Im Jahr 2015 erfolgte eine Modernisierung der Ausrüstung, sodass wir jetzt nach dem neuesten Stand der Technik ausgerüstet sind.

Technische Hilfeleistung
Die speziell ausgebildete Mannschaft für mittlere und große technische Einsätze besteht aus ca. 50 Einsatzkräften. Sie ist in zwei Züge eingeteilt, die abwechselnd in einer Tag/Nacht-Rotation alarmiert werden. Es fallen Einsätze mit eingeklemmten Personen nach Verkehrs- oder Arbeitsunfällen, sowie aufwändigere Fahrzeugbergungen an. Neben dem eigenen Stadtgebiet wird auch die Gemeinde Schwarzach versorgt.

Im Bereich der speziellen technischen Einsätze wie bei LKW-Unfällen, Eisenbahnunglücken, Gebäudeeinstürzen oder Unfällen in Betriebsanlagen kommen wir im Bezirk und darüber hinaus zum Einsatz.

Der THL-Zug besteht aus: Kommandofunkfahrzeug KDOF, Rüstlöschfahrzeug-Tunnel RLF-T, Vorausrüstfahrzeug VRF und Wechselladefahrzeug WLF mit dem Abrollbehälter Technische Hilfeleistung. Bei überörtlichen Einsätzen wird das VRF durch das Versorgungsfahrzeug VF mit dem Stromerzeugeranhänger 60 kVA ersetzt.