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Feuerwehrleute mit Atemschutz im Rauch
Feuerwehrleute mit Atemschutz im Rauch, © Feuerwehr Dornbirn
Feuerwehrleute mit Atemschutz im Rauch
Feuerwehrleute mit Atemschutz im Rauch, © Feuerwehr Dornbirn

Atemschutz

Atemschutz

Können Feuerwehrangehörige durch Sauerstoffmangel oder durch Einatmen gesundheitsschädigender Stoffe (Atemgifte) gefährdet werden, müssen je nach der möglichen Gefährdung geeignete Atemschutzgeräte getragen werden.

Einsatzaufgaben

Der Atemschutzgeräteträger hat eine Vielzahl von Einsatzaufgaben zu meistern. Vom klassischen Brandeinsatz über Silo- und Heustockbrände, Bergung aus Schächten bis hin zum "Gefährliche Stoffe"- Einsatz unter Vollschutz. Eine zusätzlich Aufgabe stellt sich den "Langzeitatmern", die bei Brandeinsätzen mit größerer Einsatztiefe (Tunnel- und Tiefgarageneinsätze) eingesetzt werden.
Jeder Atemschutzeinsatz erfordert vom Geräteträger ein Maximum an physischer und psychischer Belastung. Der Atemschutzgeräteträger trägt bei jedem Einsatz Verantwortung gegenüber sich selbst, den Kameraden und den in Not geratenen Personen. Er muss seine eigenen körperlichen Grenzen und psychische Belastbarkeit kennen.

Ausbildung Atemschutz

Jeder Atemschutzgeräteträger muss die interne einjährige Grundausbildung sowie anschließend im Feuerwehrausbildungszentrum in Feldkirch den dreitägigen Lehrgang absolvieren. Voraussetzung  ist eine gute körperliche und geistige Verfassung sowie die Absolvierung des Lehrgangs "Funk-Grund". Die aktiven Atemschutzgeräteträger werden in Theorie und Praxis laufend auf aktuellem Ausbildungstand gehalten. Damit ist im Ernstfall ein sicherer und effektiver Einsatz gewährleistet.

Die internen Ausbildungen bestehen aus:

  • Brandverlauf, Rauchlesen, Belüftung und Entrauchung
  • Atemschutz-Einsatz (Ausrüstung, Gefahren, Rückzugsweg)
  • Schlauchmanagement, Türöffnung, Rauchvorhang
  • Wärmebildkamera, Suchtechniken, Personenrettung
  • Gerätekunde, Atemschutz-Überwachung, Funk
  • Praktische Umsetzung des Gelernten (Stationsbetrieb
  • Belastungsübung als Abschlusstest
  • Korbmaschinist (durch Fachbereich Drehleiter)
  • Vollschutz (durch Einsatzgruppe Gefahrgut)

Nach gesammelten Erfahrungen im Atemschutzeinsatz besteht die Möglichkeit zur Ausbildung zum Langzeitatmer-Träger, ebenfalls im Feuerwehrausbildungszentrum. Auch hier erfolgt regelmäßig eine interne Auffrischung.

Voraussetzungen

Um die Tauglichkeit zum Atemschutzgeräteträger zu erlangen und zu erhalten, ist eine regelmäßige medizinische Untersuchung bei einem Internisten sowie die jährliche Absolvierung des Ö-FAST (Österreichischer Feuerwehr Atemschutz Test) in der Feuerwehr erforderlich.

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