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Technischer Einsatz zur Bergung einer Person bei einem Autounfall
Technischer Einsatz zur Bergung einer Person bei einem Autounfall, © Feuerwehr Dornbirn
Technischer Einsatz zur Bergung einer Person bei einem Autounfall
Technischer Einsatz zur Bergung einer Person bei einem Autounfall, © Feuerwehr Dornbirn

Technische Hilfeleistung

Technische Hilfeleistung

Alle Einsätze, die nicht direkt mit dem Löschen von Bränden zu tun haben, sind technische Einsätze. Dazu gehören etwa Unfälle, Rettungen oder Bergungen.

Einsatzaufgaben

Unter den Begriff "Technische Hilfeleistung" fallen jene Aufgaben im Feuerwehrwesen, die sich nicht oder nicht nur auf das Verwenden von Löschmitteln beschränken. Hierzu zählen Einsätze bei denen Aggregate, Maschinen oder andere technische Geräte verwendet werden. Dies sind vor allem Situationen bei denen sich Personen oder Tiere aus ihrer misslichen Lage nicht selbst befreien können. Dazu zählen Verkehrs- und Arbeitsunfälle mit eingeklemmten Personen, Assistenz-Einsätze für das Rote Kreuz und die Polizei, sowie die Rettung von Tieren aus Gruben, von Dächern oder Bäumen. Aber auch Fahrzeugsicherungen und -bergungen, das Auftragen von Ölbindemittel sowie Hilfeleistungen bei Sturmschäden und Überschwemmungen, können als Beispiele genannt werden. In den vergangenen Jahren hat sich das Einsatzaufkommen in den Bereich der technischen Hilfeleistung verschoben und mittlerweile übertreffen technische Einsätze sogar die Anzahl der Brandeinsätze.

Die Feuerwehr Dornbirn ist als Stützpunktfeuerwehr mit zwei hydraulischen Rettungssätzen und einem breit ausgestatteten Abrollbehälter-Rüst in Kombination mit dem Wechselladefahrzeug mit Kran nicht nur im eigenem Gemeindegebiet im Einsatz. Im Bereich der speziellen technischen Einsätze, wie bei LKW-Unfällen, Eisenbahnunglücken, Gebäudeeinstürzen oder Unfällen in Betriebsanlagen, kommen wir mit unserem technischen Zug im Bezirk und darüber hinaus zum Einsatz.

Verkehrs- und Arbeitsunfälle, mit einer oder mehreren eingeklemmten Personen, stellen den klassischen Einsatz als Stützpunktfeuerwehr dar. Dies ist für die Feuerwehr eine sehr besondere Herausforderung, da eine "patientenorientierte Rettung" im Vordergrund steht. Hier ist es wichtig, sich mit dem Rettungsdienst eng abzustimmen und zusammenzuarbeiten, um eine bestmögliche Versorgung und Rettung der Verunfallten zu gewährleisten. In Anlehnung an deutsch-britische Vorbilder wurde das System der Dornbirner Blaulichtorganisationen vor einigen Jahren neu ausgeklügelt und verfeinert. Dieses hat sich bisher bestens bewährt.

Veränderungen gibt es auch bei den Kraftfahrzeugen. Einerseits mit den neuen Antriebstechniken, aber auch mit neuen oder verstärkten Werkstoffen. Bei den so genannten "alternativen Antrieben" sprechen wir von Erdgas-, Flüssiggas-, Hybrid-, Elektro- und auch Wasserstoffantrieben. Wir versuchen uns im Rahmen unserer Ausbildung bestmöglich auf diese Neuerungen vorzubereiten.

Ausbildung

Um an anspruchsvollen technischen Einsätzen teilnehmen zu können ist es wichtig, im Vorfeld eine fundierte Ausbildung zu absolvieren, um im Ernstfall auf gewisse Gefahren und Besonderheiten vorbereitet zu sein. Da Einsätze auch oft psychisch belastend sind, stellt auch dies ein Bestandteil der Ausbildung dar.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass die interne Ausbildung bei der Feuerwehr Dornbirn zwei Jahre in Anspruch nimmt. Nach erfolgreichem Abschluss werden die Feuerwehrleute mit einer separaten Codierung auf ihren persönlichen Pagern ausgestattet. Durch eine zielgerichtete Einsatzalarmierung können Einsatzkräfte, ihrem Ausbildungsstand entsprechend, eingesetzt werden. Besonderer Wert wird auch auf die gemeinsame Ausbildung von Feuerwehr, Rettungsdienst und den Notärzten in Dornbirn gelegt.

Ausbildungsthemen:

  • Absichern der Einsatzstelle
  • Aufbau des Brandschutzes
  • Fahrzeug- und Gerätekunde allgemein
  • Feuerwehrtaktik bei technischen Einsätzen
  • Stromaggregate, Bergewinde, Kran mit Winde
  • Zuggeräte und Anschlagmittel (Seilwinde und Greifzug)
  • Hydraulische, pneumatische und mechanische Hebegeräte
  • Schneidgeräte (Schneidbrenner, Trennschleifer, Stichsäge, Motorsäge etc.)
  • Hydraulischer Rettungssatz (Schere, Spreizer, div. Zylinder)
  • Fahrzeugtechnik PKW, LKW und Busse (Airbag, Gurtstraffer, Batterie, Werkstoffe, etc.)
  • Sichern und Stützen von Decken und Mauern
  • Tiefen- und Höhenrettung
  • Be- und Entlüftung
  • Ölsperren in Gewässern

Anschließend an die interne technische Ausbildung kann der Kurs "Hydraulische Rettungsgeräte" am Feuerwehrausbildungszentrum in Feldkirch belegt werden.

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